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Reichensteuer: So lässt sich die Staatskasse wieder füllen

April 26, 2009 von Seolicious |

steinbruck-reichensteuerIch beschäftige mich eher weniger mit Politik, aber was einige SPD-Politiker derzeit wieder für Flausen im Kopf haben, erschließt sich mir nicht. Die SPD hat in ihrem Wahlprogramm einstimmig beschlossen, dass man schon ab einem jährlichen Einkommen von 125.000 Euro zu den Spitzenverdienern zählen soll. Außerdem soll die Reichensteuer auf 47% angehoben werden. Wurde da auch einmal nachgedacht, ob man evtl. an anderen Stellen, eventuell an der eigenen Person, sparen könnte?

Nein, die großen Pfeiler, die Deutschland momentan stützen, sollen noch stärker belastet werden und aus dem Schuldensumpf verhelfen. Gut, ich kann mir sogar vorstellen, dass dieses Programm Wählerstimmen an Land zieht, schließlich betrifft´s nur eine kleine Schicht der Gesellschaft, mögliche Folgen werden aber anscheinend vollkommen hinten fallen gelassen. Welcher Unternehmer wird sich schon in Deutschland niederlassen? Welche Motivation soll es auch für Heranwachsende bringen, überhaupt noch jahrelang zu Studieren, wenn man letztendlich doch nur mittelmäßig verdient? Wieviel Steuergelder werden mit noch höheren Steuern hinterzogen?

Wer seinen Arsch hochbekommt, soll dafür auch entsprechend entlohnt werden. Wer seinen Arsch nicht hochbekommt, dauerhaft vom Staat lebt, das Geld für Zigaretten und sogar einen Urlaub (letzte Woche in der Türkei jemanden getroffen) reicht, der muss zu Arbeit gedrängt werden, dann füllt sich die Staatskasse auch wieder. So jedenfalls meine Meinung. Fragt sich nur, welcher Partei man sich anvertraut – der SPD hoffentlich nicht!

Mir könnte das eigentlich vollkommen am Arsch vorbei gehen, weil ich bei weitem nicht so viel verdiene, dass mich die Reichensteuer betrifft, aber allgemein gefällt mir dieser Trend nicht.

Was mich ebenfalls stört und was ich noch los werden möchte: Das Finanzamt behandelt einen wie einen Knecht. Da wartet man über 3 Monaten auf seine Steuernummer, im Gegensatz dazu wird mit Vollstreckung gedroht, wenn man die ganzen Vorauszahlungen minimal vergisst (Mahngebühren inklusive).

Ich versuche jedenfalls schnellstmöglich diesem Staat zu entfliehen. ;)



Kommentare zum Beitrag (5)


  1. Alexander sagt:

    Ich halte ebenso wenige von der Reichensteuer. Mich betrifft es nicht direkt, jedoch verdienen meine Eltern nicht gerade wenig. Wenn diese dann so viel an Steuern abdrücken müssen, bleibt gar nichts mehr für mich übrig.
    Den Aspekt gleich das Studium aufzugeben finde ich ein wenig Überspitzt. Wenn jeder Student später mal 125.000 Euro verdienen würde, gäbe es kaum noch Menschen die nach ihrem Abi eine Ausbildung machen. Bei dem was ich anstrebe kann ich wohl kaum mit einem solchen Jahreseinkommen rechnen. Es sei denn ich schaffe es bis auf ein Niveau vom Herrn Jauch hoch xD

  2. meinereiner sagt:

    und da wundert sich Steinbrück, wieso seit langem das Geld, dann die Steuerzahler selber und jetzt auch die Arbeitswilligen sich in die Schweiz verdrücken. Die Lösung des deutschen Problemes kenne ich nicht, aber evtl. sollten mal die Ausgaben unter die Lupe genommen werden? Ein paar Verkehrsschilder weniger, etwas weniger Einsätze in Afghanistan und schon sind ein paar Millionen gespart. Da gibt es sicher noch mehr Vorschläge von Links bis Rechts.

    Ich liebe es, ein Schweizer zu sein, auch wenn wir nicht das perfekte System haben und unsere Regierung immer wieder in Fettnäpfchen tritt. Wir haben wenigstens das letzte Wort.

  3. Yannick sagt:

    Werde in diesem Land auch keine weiteren 16 Jahre verbringen :)

  4. Markus sagt:

    Internet sei dank kann man überall arbeiten und muss nicht hier sein Leben verbringen :P

  5. Micha sagt:

    Das ist doch alles Wahlkampf bei denen. Die merken, dass die auf einem absteigenden Ast sitzen und vesuchen nun die verkraulten Wähler wieder einzusülzen um später wieder das Wahlversprechen zu brechen. Siehe die Wahl in Hessen. Die SPD würde doch sogar die eigene Mutter verkaufen um wieder regieren zu können. Sorry, aber da geht einem die Hutschnur hoch. Da bleibt nur die Hoffnung, dass die meisten erkennen, dass in der SPD kein Potenzial steckt. Die reden sich doch selbst die deutlichsten Niederlagen noch schön.

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