Wie man mal eben 1000 Euro los wird
November 18, 2008 von Seolicious
Wenn ich eine Sache nicht leiden kann, dann sind es unkooperative Leute, die wegen (meines Erachtens nach) Lapalien zu ihrem Anwalt gehen, ein Fass aufmachen und im Anschluss einen scheinbar nie zu Ende gehenden Papierkrieg auslösen. Oftmals geht es (meines Erachtens nach) nicht darum, dass sich der Klagende in seinen Urheberrechten so verletzt fühlt, sondern vielmehr, weil er eine lukrative Einnahmequelle wittert.
So oder so ähnlich erging es mir in dem Fall, der nun schon fast 2 Jahre andauert, aber nun geklärt zu sein scheint. Ende 2006 bekam ich Post vom Anwalt. Es ging um ein Bild einer Comicfigur (so würde ich es nennen), was ich von einer anderen Seite kopiert habe und einfach unverblümt bei mir online stellte. Damals habe ich mich aber einen Scheiß um solche Kleinigkeiten gekümmert, insbesondere weil ich diese Comicfigur nicht kannte und mir keiner Schuld bewusst war.
In dem Schreiben war dieses Bild mit einem Streitwert von 10.000 Euro erwähnt – Auwei, was jetzt? Nachdem ich den Kläger erfolglos kontaktierte, habe ich mir dann einen Anwalt genommen. Ja, ohne Anwälte geht heutzutage überhaupt nichts mehr.
Mein Anwalt hat dann mit der Gegenseite gesprochen und eine Unterlassungserklärung von mir geschickt. Der Fall scheinte bereinigt, bis ich 1,5 Jahre später eine Vorladung zum Amtsgericht nach Köln im Briefkasten fand. Auch wenn Köln hier gleich um die Ecke liegt, hatte ich da nicht wirklich Lust drauf und so habe ich die Klageschrift anerkannt.
Was hat mich der Spaß gekostet?
- ~ 600 € Klage
- ~ 200 € Anwaltskosten
- Kosten für den klagenden Anwalt
- Nerven
Macht insgesamt denke ich ca. 1000 € wegen eines harmlosen Bildes mit dem ich dem Unternehmen meines Erachtens nach eher noch geholfen habe.
Damit ihr aus diesem Post noch etwas sinnvolles mitnehmen könnt: Wenn ihr ähnliche Probleme habt, dann kann ich euch den Rechtsanwalt Arendt wärmstens empfehlen.
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Das ist echt immer wieder heftig wegen was hier in Deutschland immer wieder geklagt wird. Wie z.B. auch die Abmahnung wegen dem Subscribe to Comments Plugin
looool… hammer hard… 1000euro nur wegen einem beschießenen bild das ist schon relativ hard **
So schnell kann’s gehen. Da sieht man wieder Mal deutlich, dass das Urheberrecht doch wichtiger als vielleicht vom ein oder anderen angenommen ist.
Ja, so ist das leider. :/
Deswegen halte ich auch immmer eine gut gefüllte “Kriegskasse” für solche Streitigkeiten bereit.
Unglaublich. Aber wenn Du Deinen Feind kennst bekämpfe ihn doch. Wer sich freiwillig mit einem SEO anlegt ist selbst schuld und darf später nicht weinen, wenn er ausm Index fliegt
Hö?
1. Bringt es mir nichts ihn zu “bekämpfen”, auch vielleicht mehr Ärger.
2. Ist das eine Firma und keine einzelne Person.
3. Geht das heute nicht ganz so einfach jemanden aus dem Index zu hauen.
Gruß
Hab das auch durch. Diese Anschwärze dient rein der Gewinnsucht und dem Reinwürgen in den Konkurrenten.
Deshalb verlinke ich nur nach Nachfrage und nicht mehr leichtfertig. Mir egal wenn die Leute die man gern mal verlinkt einen nicht unterstützen/ ausnehmen und dann keine Links mehr bekommen. Mit dieser Praxis schneiden sich alle ins Fleisch.
Ich verlinke auch solche Seiten nicht mehr. Man kriegt ja immer mal mit, wenns einen SEO erwischt und wer dahinter steckt.
Man da kriegt man echt Lust auf black hat. Sollte ich mir mal aneignen. Hab da auch noch so einen Abmahner im Hinterzimmer sitzen ….. der nächste der das versucht, verliert sicher mehr Geld wenn bekannt wird was er denn so alles für Mittel nutzt um andere abzusägen … die black hat szene nimmt sich diesem kandidaten dann sicher mal an .. .;-)
> wegen eines harmlosen Bildes mit dem ich dem Unternehmen meines Erachtens nach eher noch geholfen habe.
Das hört sich so kleinkariert an, es ist ja unfassbar… Das Urheberrecht zählt auch für kleine Comicfiguren!
Ich habe im Moment die Situation, das jemand wesentliche Inhalte einer Website, Wort und Bild kopiert hat, ich bin nicht kleinlich doch dies übertrifft Deine Aktion wohl bei weiten. Im Prinzip hätte er ein fette Abmahnung verdient, doch tut mir soviel Naivität und Blauäugigkeit auch irgendwie Leid.
Fängt man erst einmal damit an gewöhnt man sich bestimmt schnell ans abmahnen… was nicht heißt das man es nicht auch einsetzen kann…
Verbuche es als Lehrgeld und lerne daraus. Es ist nun mal so, das Bilder und ja auch Texte geschützt sind, ich bin da ganz froh darüber.
Das die Abmahngebühr ein wenig hoch ist, darüber braucht man nicht streiten, ich denke weit weniger, würde auch helfen, das man solch einen Fehler nicht mehr machen wird in Zukunft.